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TEST: MOOA Sella – leichte Sportbrille fürs Laufen, Radfahren und lange Tage in den Bergen

Die Sonnenbrille MOOA Sella habe ich von den Straßen Prags über meine Laufrunden bis hin zur einwöchigen Tour de Mont Blanc mitgenommen. Mich interessierte vor allem, wie sie bei Bewegung sitzt, ob sie nach einem ganzen Tag Tragen Druckstellen hinterlässt und ob sie auch bei der scharfen Sonne in den Bergen ausreichend schützt.

Getestet von Linda Lamberková. Mehr über die Testerin erfahren Sie hier.

Schnelle Bewertung

MOOA Sella hat mich vor allem durch ihre Vielseitigkeit beeindruckt. Ich habe sie beim Radfahren, Laufen und auf einer einwöchigen Trekkingtour getragen - und jedes Mal hat sie zuverlässig funktioniert. Ich musste mir überhaupt keine Gedanken darüber machen, für jede Aktivität eine andere Brille zu suchen.

Sie ist allerdings keine Brille für alle Lichtverhältnisse - der S3-Filter ist bei Dämmerung zu dunkel. Tagsüber und bei strahlendem Sonnenschein saß die Brille jedoch sehr angenehm und wurde schnell zu meinem Favoriten, nach dem ich oft greife.

Bewertung

Vorteile

  • bequem auch bei ganztägigem Tragen
  • sitzt auch bei Bewegung gut
  • Polarisationsgläser
  • S3-Sonnenfilter für scharfes Licht
  • geringes Gewicht
  • universell einsetzbar fürs Laufen, Radfahren und Wandern
  • robustes Schutzetui

Nachteile

  • S3-Filter ist nicht ideal für Dämmerung und sehr schwaches Licht
  • Hartschalenetui nimmt im Rucksack mehr Platz ein 

So verlief der Test

Wenn es im Sommer etwas gibt, das ich ständig bei mir habe, dann ist es ganz klar meine Sonnenbrille. Als Sportlerin und jemand, die ihre Zeit draußen am liebsten aktiv verbringt, brauche ich vor allem eine Brille, die gut sitzt, auch bei Bewegung nicht verrutscht und bei jedem höheren Tempo nicht die Frage aufwirft, wo sie gerade gelandet ist.

Deshalb begann ich direkt nach dem Auspacken mit dem Testen der MOOA Sella. Die erste Bewährungsprobe war eine Radtour durch Prag, bei der ich vor allem darauf achtete, wie die Brille bei Bewegung sitzt und wie die Sicht im normalen Straßenverkehr ist. Danach folgten mehrere Läufe - von der grellen Mittagssonne bis zum frühen Abend, als das Licht allmählich schwächer wurde. 

Die größte Bewährungsprobe kam dann während der einwöchigen Tour de Mont Blanc. Dort hatte ich die Brille praktisch den ganzen Tag über auf der Nase, mehrere Tage hintereinander. Es wechselten sich grelles Sonnenlicht, lange Abschnitte auf offenen Graten und Passagen im Schatten ab. So konnte ich nicht nur den Augenschutz, sondern auch den Tragekomfort über viele Stunden und den sicheren Halt bei Bewegung gut beurteilen. 

Komfort, der den ganzen Tag anhielt

Bei Brillen ist es meiner Meinung nach ähnlich wie bei Schuhen - manchmal dauert es eine Weile, bis man ein Modell findet, das wirklich gut passt. Bei der MOOA Sella wusste ich jedoch schon beim ersten Aufsetzen, dass es klappen wird.

 Wenn man eine Brille mehrere Stunden am Tag und mehrere Tage hintereinander trägt, merkt man schnell, ob sie irgendwo drückt oder stört. Bei dieser Brille hatte ich selbst nach einem ganzen Tag nicht das Bedürfnis, sie wegen mangelnden Komforts abzunehmen - und darüber habe ich mich riesig gefreut

Dazu trägt auch das geringe Gewicht bei - die Brille wiegt nur 26 Gramm, sodass man nach einer Weile fast vergisst, dass man sie überhaupt trägt. Auch beim Laufen und Radfahren saß sie gut und rutschte mir nicht vom Gesicht.

Fotogalerie

Augenschutz und S3-Filter

Da ich gelegentlich unter sonnenbedingten Bindehautentzündungen leide, nehme ich den Schutz der Augen wirklich ernst. Die MOOA Sella bietet Schutz vor UVA* und UVB*-Strahlung und verfügt über polarisierte Gläser, eine Revo-Beschichtung sowie einen S3-Sonnenfilter.

S3 ist ein Sonnenfilter der Kategorie 3. Er lässt etwa 8-18 % des sichtbaren Lichts durch und ist daher vor allem für helle bis sehr sonnige Bedingungen gedacht. Damit ist er ideal für den Sommer, in den Bergen sowie beim Radfahren oder Laufen bei starkem Sonnenschein.

Meine Augen bekamen dadurch in den Bergen die nötige Ruhe. Auf offenen Graten und bei klarem Wetter funktionierte der Filter genau so, wie ich es gebraucht habe. 

UVA* – eine Art der UV-Strahlung; bei längerer Einwirkung kann sie die Augen schädigen 

UVB* – eine weitere Art der UV-Strahlung; sie hat eine höhere Energie und kann vor allem die Augenoberfläche schädigen

Zusammenhängend

Wenn die Brille gerade nicht auf der Nase sitzt

Ich musste die Brille nicht jedes Mal sofort wegpacken. Wenn die Sonne kurz hinter den Wolken verschwand, schob ich sie einfach auf den Kopf und ging weiter. Sie rutschte nicht herunter und störte überhaupt nicht, was sehr praktisch ist.

Wenn ich die Brille wirklich verstauen musste, kam das feste Etui zum Einsatz. Auf der Trekkingtour konnte ich die Brille dank ihm bedenkenlos zwischen meiner anderen Ausrüstung im Rucksack verstauen. Es ist zwar etwas größer, dafür musste ich mir aber keine Gedanken darüber machen, ob die Gläser beim Packen beschädigt werden.

Zum Lieferumfang gehören außerdem ein Beutel und ein Reinigungstuch. Nach einem ganzen Tag in den Bergen musste ich die Gläser nur kurz abwischen und schon waren sie bereit für den nächsten Tag.

Fazit

Die MOOA Sella würde ich vor allem Menschen empfehlen, die eine Sportbrille für mehrere Aktivitäten suchen und die meiste Zeit bei klarem Wetter draußen verbringen. Beim Laufen, Radfahren und Wandern hat sie für mich gut funktioniert. Während der einwöchigen Trekkingtour konnte ich außerdem feststellen, dass sie auch bei langem täglichen Tragen bequem sitzt, ohne zu drücken oder zu verrutschen.

Bei Dämmerung oder sehr schwachem Licht würde ich allerdings nicht zu ihr greifen. Aber bei starkem Sonnenlicht und aktiver Bewegung macht sie für mich dagegen absolut Sinn. Als nächstes stehen noch Mountainbiking und vielleicht sogar ein Triathlon auf dem Programm - dort wird sich zeigen, wie sie sich bei höherem Tempo schlägt. 

Autorin des Tests Linda Lamberková

Ich bin ein Mädel, das am liebsten draußen unterwegs ist und dabei idealerweise auch noch etwas unternimmt – laufen, radfahren, in die Berge gehen oder sich der einen oder anderen Herausforderung stellen. Manch einer würde vielleicht sagen, dass ich aus einer Familie von Verrückten komme, die zu einem Ausflug aufbrechen, als würden sie in ein paar Stunden bei einem Wettkampf starten. 😄

Ich versuche allerdings, mich ein wenig von diesem familiären Tempo zu lösen und mir ab und zu ins Gedächtnis zu rufen, dass es nicht immer darum geht, als Erste oben anzukommen, sondern auch unterwegs stehen zu bleiben und die Aussicht richtig zu genießen.

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