TEST: Warg Fastboil – ultraleichter Kocher, der als vollwertiges Ausrüstungsstück besteht
Inhalt
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Was und wie haben wir eigentlich getestet?
Getestet habe ich den Kocher Warg Fastboil Titan - ein Ultralight-Modell für Schraubkartuschen. Laut Herstellerangaben wiegt er nur 65 g, bietet eine Leistung von 2800 W und verfügt über eine Piezo-Zündung. Ziel des Tests war herauszufinden, ob er sich auf einer mehrtägigen Tour bewährt, bei der jedes Gramm zählt, ohne dabei Kompromisse bei der Leistung einzugehen.
Der Kocher begleitete mich im April auf der 154 km langen West Highland Way durch die schottische Wildnis. Mein komplettes Koch-Setup bestand aus dem Warg Fastboil, einem Titantopf mit 550 ml Fassungsvermögen, einer kleinen Gaskartusche, Streichhölzern und einem Schwämmchen. All das wog nur 336 g - ziemlich akzeptabel für eine mehrtägige Tour.
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Erfahrungen
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Der größte Pluspunkt ist für mich die Leistung im Verhältnis zu Größe und Gewicht. Der Kocher ist klein, leicht und hat in der Praxis überraschend schnell gearbeitet. Ich habe darauf jeweils etwa 300 bis 400 ml Wasser für Porridge oder Fertigmahlzeiten erhitzt - und das Wasser war meist schon heiß, bevor ich mein Zelt vollständig aufgebaut hatte.
Bei einem Kocher ist für mich vor allem die Stabilität in Kombination mit dem Topf wichtig, damit ich nicht ständig daneben sitzen muss, falls es versehentlich umkippen sollte. Der Topf stand auf dem Kocher sicher und auch beim normalen Kochen hatte ich nie den Eindruck, dass das gesamte Set instabil oder kippelig wäre.
Besonders praktisch fand ich die Piezo-Zündung, dank der man nicht jedes Mal zu Streichhölzern oder einem Feuerzeug greifen muss. Ich habe beides zwar sicherheitshalber immer dabei, aber im Alltag ist dies ein sehr praktischer Feature.
Das Einzige, worauf ich mich anfangs erst gewöhnen musste, war das Zusammenklappen der Griffe und die allgemeine Handhabung beim Aufbau. Das ist nichts Gravierendes, eher eine Frage der Gewöhnung. Sobald ich den Dreh raus hatte, wie das System funktioniert, ging alles schnell und ganz automatisch. Genau darin liegt für mich die größte Stärke dieses Kochers - er nimmt kaum Platz ein, wiegt fast nichts und funktioniert in der Praxis trotzdem wie ein vollwertiger Kocher.

Fazit
Die Kombination aus geringem Gewicht und hoher Leistung hat sich beim Ultralight-Reisen bewährt. Gleichzeitig eignet sich der Kocher aber genauso gut für den Campingplatz oder kürzere Touren. Es handelt sich um einen vollwertigen Kocher, bei dem das geringe Gewicht keinerlei Kompromisse beim Kochkomfort bedeutet. Nach einer kurzen Eingewöhnung ist die Handhabung kinderleicht, und die Piezo-Zündung ist ein praktisches Extra.
Der einzige kleine Nachteil ist, dass man sich anfangs erst mit dem Aus- und Einklappen des Kochers vertraut machen muss. Ansonsten ist der Warg Fastboil genau das Richtige für diejenigen, die einen möglichst leichten Kocher für Wanderungen, Weitwanderungen, Bikepacking oder andere Touren suchen, bei denen jedes Gramm zählt. Am meisten wird er von denen geschätzt, die unterwegs einfach und meist nur für sich selbst kochen - typisch sind Porridge, Kaffee oder Fertiggerichte. Wer hingegen regelmäßig für mehrere Personen kocht oder größeres Kochgeschirr verwendet, ist mit einem robusteren Modell besser beraten.
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Quelle: Archiv des Autors
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