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TEST: Zulu Dreamtime Spring – Warmer Mumienschlafsack, der Bewegungsfreiheit lässt

Mumienschlafsäcke mag ich wegen ihrer Wärme, aber manchmal stört mich darin das Gefühl, eingeengt zu sein. Der Zulu Dreamtime Spring hat mich deshalb vor allem mit einem eher ungewöhnlichen Detail neugierig gemacht - dank der Reißverschlüsse auf beiden Seiten kann man ganz einfach die Arme herausstrecken, ohne den gesamten Schlafsack öffnen zu müssen. Während mehrerer Nächte vom Frühling bis Herbst habe ich aber auch getestet, wie gut er wärmt, wie einfach er sich packen lässt und ob die weiteren Details wirklich Sinn ergeben.

Getestet von Vendula Kořínková während mehrerer Nächte im Zelt von Frühling bis Herbst. Mehr über die Testerin erfahren Sie hier.

Kurzbewertung

Zulu Dreamtime Spring hat mich vor allem als bequemer Dreijahreszeiten-Schlafsack für Camping und Autoreisen überzeugt. Bei Nächten um die 5 °C war mit darin angenehm warm, und dank der Reißverschlüsse auf beiden Seiten fühlte ich mich nicht so „eingeschlossen“ wie in einem klassischen Mumienschlafsack.

Es ist kein Schlafsack, den ich für eine mehrtägige Tour mit Rucksack nehmen würde, da er größer und schwerer ist. Wenn es Ihnen jedoch eher auf Komfort als auf jedes einzelne Gramm ankommt, bietet er einige wirklich praktische Details. 

Bewertung

Vorteile

  • hält auch bei Temperaturen um 5 °C angenehm warm
  • Möglichkeit, die Hände herauszustrecken, ohne den gesamten Schlafsack öffnen zu müssen
  • Klettverschluss am Brustbereich
  • angenehmes Innenmaterial
  • Täschchen für Kleinigkeiten
  • mehr Platz im Fußbereich
  • praktisch gelöste Kompressionshülle
  • ausreichend Platz für eine Körpergröße von 167 cm

Nachteile

  • für mehrtägige Touren ist er relativ groß und schwer
  • der Stoff bleibt manchmal im Reißverschluss hängen
  • der rechte seitliche Reißverschluss ließ sich bei mir mehrmals versehentlich komplett öffnen

Wir der Test ablief

Ich habe den Schlafsack dreimal im Zelt getestet. Das erste Mal im Frühling bei Temperaturen um die 5 °C, dann im Sommer, als abends etwa 10 °C waren, und schließlich noch einmal im Herbst bei Temperaturen um die 5 °C.

In allen Fällen habe ich ihn mit der selbstaufblasenden Isomatte Warg Radon Mummy 5 kombiniert. Ich habe in einem Baumwollshirt und Leggings geschlafen und vorsichtshalber noch eine Weste und eine Mütze griffbereit gehabt. Ich bin eher eine Frostbeule und möchte nachts nur ungern feststellen, dass ich meine Temperaturtoleranz überschätzt habe. Letztendlich waren die zusätzlichen Sachen aber nicht nötig.

Fünf Grad? Kuschelig warm

Zulu Dreamtime Spring hat eine angegebene Komforttemperatur von 0 °C. Bei Frauen und Menschen, die schneller frieren, sollte man jedoch eine gewisse Temperaturreserve einkalkulieren; deshalb habe ich für mich etwa +5 °C als sichere Grenze angesetzt.Die getestete Variante ist für Personen bis 175 cm Körpergröße ausgelegt, wiegt 1,4 kg und hat im gepackten Zustand ein Packmaß von 36 × 22 cm. Bei meiner Körpergröße von 167 cm war die Größe für mich passend, und im Inneren hatte ich ausreichend Platz.

In Nächten mit Temperaturen um die 5 °C war mir angenehm warm. Erst gegen Morgen wurde mir im Gesicht etwas kühler, aber es reichte, mich etwas mehr einzukuscheln und die Kapuze enger um den Kopf zu ziehen.

Beim Testen im Sommer bei etwa 10 °C war mir im Schlafsack dagegen schon zu warm. Dieses Problem löste ich ganz einfach - ich öffnete ihn und benutzte ihn als Decke.

Arme raus und trotzdem warm

Genau dieses Detail hat mir am Schlafsack wohl am besten gefallen. Auf beiden Seiten befinden sich Reißverschlüsse, die bis zur Hälfte reichen, sodass ich die Arme herausstrecken kann und den oberen Teil am Brustbereich mit einem Klettverschluss schließen kann, damit mir nicht kalt wird.

Bei klassischen Mumienschlafsäcken habe ich manchmal das Gefühl, dass es mir darin zu eng wird. Früher habe ich das Problem gelöst, indem ich den Schlafsack geöffnet habe, aber dann wurde mir am Oberkörper kalt. Hier habe ich einfach die Arme herausgestreckt und bliebt trotzdem schön eingekuschelt. 

Und ich habe diese Funktion nicht nur beim Schlafen genutzt. Sie war auch praktisch, wenn ich mein Handy in die Hand nehmen, eine Schluck Tee trinken oder mich an meinen Freund kuscheln wollte, ohne komplett aus dem Schlafsack herauskriechen zu müssen.

Platz, Tasche und Reißverschlüsse

Ein weiteres Extra ist der erweiterbare Fußbereich. Ich habe ihn ausprobiert, weil ich wusste, dass es ihn gibt, aber damit war meine Nutzung um Grunde schon beendet. Auch ohne die Erweiterung hatte ich genug Platz, und in den folgenden Nächten kam ich gar nicht mehr auf die Idee, ihn zu öffnen.

Im Inneren gibt es außerdem ein kleines Täschchen für Kleinigkeiten. Ich habe darin mein Handy und Haargummis aufbewahrt, also genau die Dinge, die ich sonst regelmäßig irgendwo im Zelt suchen muss. Genauso gut lassen sich dort aber auch Geldbörse, Schlüssel oder andere Kleinigkeiten verstauen.

Das Innenmaterial empfand ich als weich und angenehm, und der Schlafsack raschelte auch nicht besonders stark. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich bei den Reißverschlüssen - manchmal verfing sich der Stoff darin, und der rechte Reißverschluss lässt sich ähnlich wie bei einer Jacke komplett öffnen. Mehrmals ist es mir passiert, dass ich den Schieber vollständig aus der Führung gezogen habe. Das ist zwar kein Produktionsfehler, aber im Dunkeln macht das nicht gerade Spaß.

Fotogalerie

Packen und für wen es Sinn macht

Das Packen des Schlafsacks selbst war problemlos. Besonders gut gefällt mir die Kompressionshülle, die neben den Spanngurten auch Schnallen verwendet. Dadurch muss ich beim Herausnehmen nicht jedes Mal alles komplett lockern und anschließend wieder festziehen.

Zusammengepackt ist der Dreamtime Spring aber definitiv kein ultraleichtes Leichtgewicht. Für eine mehrtägige Tour, bei der ich alles auf dem Rücken tragen müsste, würde ich einen kleineren und leichteren Schlafsack wählen.

Fürs Auto oder den Campingplatz stört mich die Größe dagegen überhaupt nicht, im Gegenteil, ich finde ihn immer noch relativ klein. Genauso gut kann ich ihn mir auch zum Übernachten in Hütten oder anderen Unterkünften vorstellen, wenn man lieber auf die dortige Bettwäsche verzichten und sich stattdessen in den eigenen Schlafsack einkuscheln möchte.

Zusammenhängend

Fazit

Zulu Dreamtime Spring würde ich vor allem Campern, Menschen, die mit dem Auto unterwegs sind, oder denen empfehlen, die auch in einer Hütte oder anderen Unterkunft gerne im eigenen Schlafsack schlafen möchten. Am besten gefallen hat mir die Kombination aus Wärmekomfort und größerer Bewegungsfreiheit im Vergleich zu einem klassischen Mumienschlafsack.

Wenn es Ihnen jedoch auf jedes Gramm ankommt und Sie alles mehrere Tage lang auf dem Rücken tragen, würde ich zu einem kleineren und leichteren Modell greifen.

Autor des Textes: Vendula Kořínková Tester

„Meine Freizeit verbringe ich gerne draußen. Am Wochenende unternehmen wir vor allem Ausflüge und Wanderungen in Tschechien, längere Urlaube verbringen wir dann oft in den Alpen.

In der Natur kann ich am besten abschalten, und neben dem eigentlichen Unterwegssein genieße ich auch alles drumherum. Ich wandere gerne auf einen Berg oder zu einer Burgruine und bin neben dem Wandern auch mit dem Fahrrad, auf Inlineskates oder im Winter auf Skiern unterwegs."

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