Wie man Kleidung richtig im Schichtsystem trägt – nicht nur im Winter

Inhalt |
Das Kleidungslayering. Ein Thema, das zu jeder Jahreszeit aktuell ist, insbesondere von Herbst bis Frühling, bei allen Outdoor-Aktivitäten. Wer seine Kleidung richtig schichtet, bleibt beim Bewegen angenehm warm, friert nicht und überhitzt nicht. Je kälter es ist und je intensiver Sie sich bewegen, desto anspruchsvoller wird das Layering. Mit etwas Theorie und vor allem mit Erfahrung bekommen Sie das Ganze bald perfekt hin. Die nötige Erfahrung müssen Sie selbst sammeln - bei der Theorie helfen wir Ihnen gerne.
Erste Schicht - Funktionsunterwäsche
Die Hauptaufgabe der Funktionsschicht ist es, Schweiß an die nächsten Schichten weiterzuleiten und Wärmeverluste des Körpers zu verhindern. Gleichzeitig sollte sie keine Gerüche annehmen und so gut sitzen, dass Sie sie beim Tragen kaum bemerken. Deshalb lohnt es sich, bei der Wahl auf Material, Schnitt und Größe zu achten.
Bei der Wahl der Funktionsschicht sollten Sie sich danach richten, wofür Sie sie verwenden möchten. Zur Auswahl stehen synthetische und natürliche Materialien.
- Synthetische Materialien eignen sich für hochintensive Aktivitäten wie z.B. Laufen. Sie leiten Schweiß schnell vom Körper ab und trocknen rasch. Andererseits fühlen sie sich auf der Haut oft nicht ganz so angenehm an. Aufgrund der Geruchsbildung halten sie zwischen den Waschgängen meist nur eine intensivere Aktivtät durch. Aus dieser Kategorie der Funktionsunterwäsche empfehlen wir z.B. das Damen-Funktionsshirt Helly Hansen W.
- Naturmaterialien (z.B. Merino) bleiben im Vergleich dazu länger geruchsfrei, fühlen sich sehr angenehm auf der Haut an und leiten Schweiß ebenfalls sehr gut ab. Naturmaterialien eignen sich eher für weniger intensive Bewegungsaktivitäten wie Klettern, Langlauf, Skifahren oder Wandern. Hochwertige Funktionsunterwäsche aus Merinowolle hat z.B. die tschechische Marke Sensor im Sortiment.
Auf dem Markt gibt es auch eine große Auswahl an Funktionswäsche, die beide Materialarten kombiniert, um die besten Eigenschaften beider Materialien zu nutzen, z.B. das Damen-T-Shirt Kilpi Merin-W.
Was den Stoffgewicht, also die „Dicke“ betrifft, sind für den Sommer etwa 100 g/m² ideal, während sich für das ganze Jahr ein Stoffgewicht von etwa 200 g/m² eignet. Diese Schicht wird als Basisschicht getragen und sollte eng am Körper anliegen. Sie leitet Körperfeuchtigkeit schnell und effektiv von der Haut ab und hält den Körper dadurch trocken. Allgemein wird sie als Funktionsunterwäsche bezeichnet.
Zweite Schicht - Wärme
Die Aufgabe der zweiten Schicht ist es, die Körperwärme zu halten und gleichzeitig überschüssige Wärme nach außen abzuleiten. Diese Funktion übernehmen Hoodies, Pullover oder Westen. Auch hier können Sie zwischen natürlichen und synthetischen Materialien wählen. Je dicker das Material, desto wärmer hält es Sie - allerdings nimmt der Hoodie dann auch mehr Platz im Gepäck ein.
Natürliche Materialien haben hervorragende Eigenschaften, sind atmungsaktiv, angenehm zu tragen und isolieren auch im feuchten Zustand. Allerdings sind sie meist deutlich voluminöser und nehmen im Rucksack viel Platz ein. Sweatshirts aus Merinowolle finden Sie beispielsweise bei der Marke Zulu.
Scheuen Sie sich aber auch nicht vor synthetischen Materialien. Eine hervorragende Wahl ist technisches Fleece, das sich klein verpacken lässt, leicht ist und schnell trocknet, gleichzeitig aber auch widerstandsfähig gegenüber mechanischen Einflüssen ist. Zu den gängigen Materialien in dieser Kategorie gehören Polartec Power Strech oder Pontetorto Tecno stretch.
Im Gegensatz dazu nimmt klassisches Fleece, z.B. das Material Polartec Thermal Pro, mehr Platz ein und isoliert besser, eignet sich aber weniger für aerobe Aktivitäten. Ideal ist es beispielsweise für Skilanglauf in gemütlichem Tempo (mit Kindern oder langsameren Freunden) oder für leichte Wanderungen bei kühlerem Wetter.
Dritte Schicht - Schutz vor äußeren Einflüssen
Die dritte Schicht sollte Sie vor Regen, Wind und Kälte schützen und gleichzeitig atmungsaktiv sein. Außerdem sollte sie auch gröberer Handhabung standhalten und Ihre Bewegung nicht einschränken. All das bieten Ihnen Softshell-Materialien.
Softshell-Jacken gibt es mit oder ohne Membran. Jacken mit Membran schützen Sie zuverlässig vor Wind und Regen, allerdings müssen Sie damit rechnen, dass sie etwas weniger atmungsaktiv sind. Deshalb eignen sie sich eher für die kalte Jahreszeit oder weniger intensive Aktivitäten, z.B. zum Wandern.
Membranlose Softshell-Jacken sind dank ihrer Imprägnierung ebenfalls teilweise wasserabweisend, halten jedoch keinem Druck stand - z.B. dem Druck eines Rucksackgurts. Außerdem sind sie weniger winddicht als Jacken mit Membran. Dafür sind sie deutlich atmungsaktiver.
Wenn Sie nach einer möglichst vielseitigen Lösung suchen, ist membranloser Softshell dank seiner Atmungsaktivität die bessere Wahl. Falls Sie jedoch einmal 100 % Wasserdichtigkeit benötigen, ziehen Sie einfach eine vierte Schicht darüber - eine wasserdichte Membranjacke.
Vierte Schicht - Membranjacke
Eine Membran ist ein sehr dünnes Material, das von außen kein Wasser in flüssiger Form durchlässt, Wasserdampf von innen jedoch nach außen entweichen lässt. In unserem Online-Shop finden Sie verschiedene Arten von Membranen (Gore-tex, Bloc vent oder Omni tech).
Bei der Auswahl einer Membranjacke sollten Sie darauf achten, wofür Sie sie verwenden möchten. Die Auswahl reicht von ultraleichten einschichtigen Modellen, die sich für mehrere Stunden hochintensiver Bewegung eignen, bis hin zu zwei- und dreischichtigen Modellen, auf die Sie sich auch unter anspruchsvollen Bedingungen in den Bergen und bei einer einwöchigen Gratwanderung verlassen können.
Achten Sie besonders auf die Angaben zur Wasserdichtigkeit. Ein guter Standard sind 20 m Wassersäule, aber auch 15 m bieten bereits zuverlässigen Schutz. Achten Sie außerdem auf die Angaben zur Atmungsaktivität, die durch den Wasserdampfwiderstand (RET) angegeben wird. Je niedriger der Wert, desto besser die Atmungsaktivität. Eine gute Atmungsaktivität liegt bei einem RET-Wert unter 6, unter 3 ist sie ausgezeichnet.
Tabelle zur Atmungsaktivität und Dampfdurchlässigkeit:
| ATMUNGSAKTIVITÄT (gemäß ISO 11092) |
DAMPFDURCHLÄSSIGKEIT (gemäß ISO 2528) |
| RET < 6 (sehr gut) | mehr als 16 000 g/m2 in 24 Std. |
| RET 6 - 13 (gut) | 6 000 - 15 000 g/m2 in 24 Std. |
| RET 13 - 20 (zufriedenstellend) | 4 000 - 5 000 g/m2 in 24 Std. |
| RET > 20 (unbefriedigend) | weniger als 4 000 g/m2 in 24 Std. |

Wenn Sie die Kleidung richtig im Layering-Look kombinieren, werden Sie verstehen, dass es kein schlechtes Wetter gibt.

Nützliche Links
Autor: Kateřina Balcarová
Quelle: Archiv 4camping
Herren-Funktionsunterwäsche
Damen-Funktionsunterwäsche
Kinder-Funktionsunterwäsche
Herren-Funktions-Sweatshirts
Damen-Funktions-Sweatshirts
Kinder-Sweatshirts
Herrenjacken
Damenjacken
Kinderjacken

Herren-Membranjacken
Damen-Membranjacken
Herren-Membranhosen
Damen-Membranhosen

































