Wie man Laufschuhe fürs Gelände auswählt
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Der Unterschied zwischen einem Laufschuh für Asphalt und einem für Gelände liegt vor allem in der Sohle sowie in der Festigkeit und Widerstandsfähigkeit der Materialien. Auf Asphalt laufe ich in Ultraboost-Schuhen von Adidas, die sehr leicht, atmungsaktiv, schnell und eher instabil sind. Auf ebenem Asphalt ist das kein Problem. Aber welche Schuhe soll man wählen, wenn man auf unebenem, oft nassem bis schlammigem Gelände laufen möchte? Die Antwort lautet: Trailrunning-Schuhe.
Laufschuhe für befestigte Wald- und Schotterwege
Für leichtes Gelände - also befestigte Wald- und Schotterwege, oft mit nassem Untergrund - empfehle ich bewährte Schuhe der Marke Mizuno. Ihre Trailschuhe aus der Daichi-Serie sind ideal zum Laufen im Wald und auf Schotterwegen außerhalb der Stadt. Dank des Sohlenprofils bieten die Schuhe hervorragenden Halt und rutschen auch in steilem, hügeligem Gelände nicht weg. Im Vergleich zu den Ultraboost sind sie deutlich robuster und stabiler, was sich jedoch nur minimal auf ihr Gewicht und den Tragekomfort auswirkt. Im Modell bin ich auch ein paar Mal auf Asphalt gelaufen und war vom Komfort auf hartem Untergrund sehr positiv überrascht - selbst nach einem zweistündigen Lauf.
Für leichteres Gelände empfehle ich auch einen leichten und schnellen Trailrunningschuh der französischen Firma HOKA, konkret das Modell Hoke One One Torrent 3. Er absorbiert Stöße hervorragend und überträgt ein Maximum an Energie auf den Abstoß. Es handelt sich um ein beliebtes Modell unter professionellen Läufern.
Als letzten Tipp nenne ich einen Laufschuh der beliebten Marke Inov-8, konkret das Modell Parkclaw 260 M, das im Gelände guten Grip und Komfort bietet, den Sie besonders auf längeren Strecken zu schätzen wissen. Ich empfehle ihn allen, die im Zehen- und Fußgewölbe-Bereich einen breiteren Schuh benötigen.

Mit oder ohne Membran?
Viele Trailrunningschuhe bieten eine GORE-TEX-Membran. Im Winter und bei Regen bleibt Ihr Fuß komplett trocken und warm. Ist der Regen jedoch stärker oder der Schnee tiefer, hilft auch die Membran nicht - Wasser gelangt dann über den Schuhrand im Knöchelbereich in den Schuh. Unter wärmeren Bedingungen ist diese Eigenschaft hingegen unerwünscht. Die Füße schwitzen stärker und die Anfälligkeit für Blasenbildung ist um ein vielfaches höher. Wenn Sie dennoch einen wintertauglichen Laufschuh mit Membran benötigen, empfehle ich das Modell Lycan GTX der italienischen Marke La Sportiva. Die Zwischensohle aus EVA-Schaum dämpft Stöße hervorragend. Die Sohle kann zudem mit Spikes ergänzt werden, die Ihnen Stabilität auf Schnee und Eis geben.
Interessante Schuhmodelle bietet auch die Marke Salomon. Zu den sehr gelungenen Modellen gehört z.B. der Salomon Speedcross 6 GTX, der für technisch anspruchsvolleres Berggelände gedacht ist. Das tiefe, multidirektionale Contagrip-Profil sorgt für hohe Haftung und Traktion in rutschigem und schlammigem Gelände. Für Wasserdichtigkeit sorgt ebenfalls die GORE-TEX-Membran.
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Schuhe für anspruchsvolles Gelände
Die letzte Kategorie bilden Schuhe, die bereits an Wanderschuhe grenzen. Dieser Schuhtyp ist für steiniges Berggelände gedacht. Er zeichnet sich durch ein tiefes Sohlenprofil, widerstandsfähiges Material und eine festere Konstruktion aus, die für Stabilität in anspruchsvollem Gelände sorgt. Die ideale Wahl ist der Salomon Xa Pro 3D V9 Gtx. Die Technologie 3D Advanded Chassis hilft bei der Optimierung der Bewegungsrichtung und der Energienutzung und bietet zudem einen sicheren, stabilen und gleichzeitig sensiblen Auftritt.
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Der goldene Mittelweg
Wenn Sie auf asphaltierten Wegen, aber auch auf leichterem Trail-Gelände laufen möchten und nicht in mehrere Paar Schuhe investieren möchten, gibt es natürlich Kompromisse - allerdings auf Kosten von Komfort, Geschwindigkeit und Stabilität. Generell gilt: Es ist leichter in Trail-Schuhen auf Asphalt zu laufen als umgekehrt. Aus eigener Erfahrung empfehle ich die Kollektion MIZUNO WAVE DAICHI. Sie sind leicht, schnell, haben moderat tiefes Profil, das auf Asphalt nicht stört und im Gelände guten Halt bietet. Außerdem reagiert der Schuh dank der Wave-Technologie - einer Kombination aus zwei Materialien im Fersenbereich und einer zusätzlichen EVA-Verstärkung unter dem vorderen Sohlenbereich - hervorragend auf Stöße.

Worauf man bei der Auswahl achten sollte
- Stets alle Modelle und beide Schuhe anprobieren.
- Die Größenangaben können variieren - verlassen Sie sich beim Anprobieren vor allem auf Ihr eigenes gutes Gefühl im Schuh.
- Passt der Schuh gut, probieren Sie auch eine Nummer kleiner und eine Nummer größer.
- Laufen Sie ein paar Schritte durch das Geschäft.
- Schuhe sollten genau sitzen, aber nicht zu eng sein. Kein Zeh sollte die Innenseite der Schuhspitze berühren - auch nicht beim Vorbeugen.
- Wenn Sie orthopädische Schuheinlagen benutzen, nehmen Sie diese zum Anprobieren immer mit.
- Der Schuh sollte weder zu schmal noch zu breit sein.
- Mit dem sog. Drop sollte Ihnen der Verkäufer helfen.
Was ist ein Drop?
Der Drop ist der Höhenunterschied zwischen der Sohle an der Ferse und der Schuhspitze. Er wird in Millimetern angegeben. Theoretisch gilt: Je geringer der Drop, desto besser ermöglicht der Schuh ein natürlicheres Abrollen über den Vor-/Mittelfuß.
| Schuheinteilung: | |
| 0-4 mm | niedriger Drop - Auftritt auf die Fußmitte |
| 5-9 mm | ermöglicht weiterhin den Auftritt über die Fußspitze/Fußmitte |
| 10-12 mm | hoher Drop ist für den Auftritt über die Ferse bestimmt |
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Autor: Marcel Fronko
Quelle: Archiv des Autors, pixabay.com, unsplash.com























