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Daunen - ihre Eigenschaften, Vor- und Nachteile

Im folgenden Artikel aus der Beratungsrubrik widmen wir uns gemeinsam mit den Jungs von Patizon dem Thema Daunen bzw. Produkten mit Daunen-Isolierfüllung. Wir stellen Ihnen die Vor- und Nachteile dieses unersetzlichen Naturmaterials vor.


Inhalt 

Wie so oft zeigt uns die Natur immer wieder, dass es nichts gibt, das ihrer millionen Jahre langen Entwicklung überlägen wäre. Daunen sind schlicht das beste Isoliermaterial, das man sich z.B. für einen Schlafsack oder Jacke zulegen kann. Kein anderes Material, das als Isolierung verwendet wird, egal ob synthetisch oder natürlich, kann Daunen übertreffen. 

Aber um es mit den Lobeshymnen nicht zu übertreiben, sagen wir Ihnen in den nächsten Zeilen alles, was wir über Daunen wissen und was wir durch jahrelanger Erfahrung mit ihnen gelernt haben. Und glauben Sie uns, wir werden verständlich, klar und direkt sprechen. 

 

 

      

 

Patizon

Die Mitarbeiter der tschechischen Firma Patizon sind Perfektionisten und Fanatiker. Sie entwerfen und produzieren Daunenschlafsäcke, die sowohl hinsichtlich ihrer Funktionalität als auch ihrer Ästhetik perfekt sind. Sie vereinen die wärmsten Gänsedaunen (90/10, cuin 750+), die leichtesten Nylonstoffe (TOREX™ Airtastic™) der japanischen Firma Toray und die ausgefeilteste Konstruktion. Dadurch können sie Ihnen einige der besten Schlafsäcke auf dem Markt anbieten.

 

Daunen wärmen nicht

Kein Isoliermaterial wärmt. Auch Daunen nicht, es sei denn, sie enthalten Batterien oder Ähnliches. Was Daunen jedoch fast am besten auf der Welt können, ist isolieren.

Am besten auf der Welt isoliert das Vakuum - davon können Sie sich z.B. bei Thermosflaschen überzeugen. Andererseits hat noch niemand einen Vakuum-Schlafsack erfunden, und seien Sie sich sicher, dass dies auch in naher Zukunft nicht geschehen wird. Genau aus diesem Grund suchen Outdoor-Hersteller nach Materialien, die die Luft (erwärmt durch eigene Körperwärme) so gut wie möglich von der Umgebung isolieren können. Ja, alle Isolierfüllungen funktionieren nach diesem Prinzip. Sie halten die von uns erwärmte Luftschicht am Körper und versuchen, deren Abkühlung zu verhindern. 

Daunen vs. Synthetik

Der ewige Wettstreit der Meinungslager wird am Ende keinen eindeutigen Sieger haben. In unseren Augen schon, aber die endgültige Präferenz bleibt stets eine subjektive Entscheidung des Einzelnen. Was wir tun können, ist Ihnen die nackten und über Jahre bewährten Fakten zu präsentieren - die Entscheidung liegt dann bei Ihnen. 

1. Gewicht, Heizwert, Packbarkeit

Fakt Nummer eins: Daunen haben immer das beste Verhältnis von Gewicht zu Wärmeleistung und Packmaß. Ein Schlafsack mit Daunenfüllung ist bis zu einem ⅓ kleiner im Volumen als ein Schlafsack mit Synthetikfüllung.

Ein wesentlicher Teil der synthetischen Isoliermaterialien, die sogenannten Hohlfasern (also synthetische Fasern, die tatsächlich hohl sind - in verschiedenen Formen und Querschnitten), disqualifizieren sich durch ihr hohes Gewicht und ihre schlechte Packbarkeit. Für eine effektive Isolierung brauchen Hohlfasern ein sehr dickes Vlies, und Schlafsäcke oder Kleidung aus diesem Material sind immer schwer und schlechter packbar. 

Das gleiche gilt im Grunde auch für Schafwolle, die in letzter Zeit recht erfolgreich in der Bekleidungsindustrie verwendet wird. Im Schlafsack ergibt sie jedoch wenig Sinn, denn das daraus hergestellte Vlies ist relativ grob und wenig flexibel. 

Der letzte Konkurrent ist Mikrofaser. Mit ihrem Gewicht und ihrer Packbarkeit nähert sie sich den Parametern von Daunen an - man könnte sie also als interessante Alternative betrachten. Doch es gibt weitere Fakten, aufgrund derer sie letztendlich als Verlierer hervorgeht. 

2. Lebensdauer der Isolierfüllung

Synthetische Materialien - insbesondere Mikrofasern - leiden unter wiederholter Komprimierung (beim Packen) und brechen dabei. Dadurch verschlechtert sich die Struktur des Vlieses und sein Loft, und die Isolierschicht verliert an Bauschkraft. Natürlich hängt vieles von der Nutzungsintensität und Art der Lagerung ab, aber Daunen schneiden hier deutlich besser ab. Das liegt vor allem in ihrer Struktur, ihrem natürlichen Ursprung und nicht zuletzt an der Feinheit und Robustheit der vom Hersteller zusammengestellten Daunenmischung. Aus Erfahrung können wir sagen, dass die Lebensdauer von Schlafsäcken mit synthetischer Isolierung zwischen 3-5 Jahren liegt, bei Daunenschlafsäcken ist sie doppelt so lang, wenn nicht sogar länger. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auch den Preis zu betrachten - bei Daunenschlafsäcken kann man ihn im Vergleich zu synthetischen Modellen faktisch mindestens durch 2 teilen.

3. Umgang mit Feuchtigkeit 

Der Umgang mit Feuchtigkeit ist bei Daunen wohl das umstrittenste Thema. Deshalb wollen wir es einmal ganz genau unter die Lupe nehmen. 

Den Schlafsack vor Feuchtigkeit von außen zu schützen, scheint das Wichtigste zu sein. Von außen kann der Schlafsack einer mehr als nur geringen Wassermenge ausgesetzt sein, sei es durch Regen, Tau, Kondensfeuchtigkeit im Zelt oder sogar Schneefall. Andererseits, wenn Sie zu erfahrenen Outdoor-Schläfern gehören, können Sie dank moderner Materialien gut damit umgehen.

Heutzutage werden Schlafsäcke mit wasserabweisenden Stoffen mit DWR-Behandlung (durable water repellency)ausgestattet; gelegentlich werden auch Membran-Materialien verwendet, die eine sehr gute Wasserdichtigkeit bieten. Der Schutz vor Feuchtigkeit von außen lässt sich also recht gut lösen (und dabei haben wir Zelte, Tarps, usw. noch gar nicht erwähnt...). Andererseits muss man fairerweise zugeben, dass wenn man den Schlafsack wirklich gründlich durchnässt, man die Daunen im Terrain kaum trocken bekommt. Mit Synthetik ist die Chance größer.

 

 

      

 

Daunenschlafsäcke Patizon

Die erste Modellreihe der Schlafsäcke hat die Achttausender Lhotse und Manaslu gesehen und war auch bei der Überquerung des Baikalsees in Sibirien dabei. Eine weitere tolle Nachricht ist, dass Patizon seine Schlafsäcke jetzt in der Tschechischen Republik näht.

 

Aber es geht nicht nur um Feuchtigkeit von außen!

Wissen Sie, wie effektiv die Isolierfüllung mit der Feuchtigkeit umgeht, die ein Mensch während der Nacht ausschwitzt (0,75 bis 1 Liter/Nacht)? Die Isolierfüllung muss zusammen mit den Materialien, in die sie eingepackt ist, eine möglichst hohe Atmungsaktivität für den Durchgang der ausgeschwitzten Wasserdämpfe bieten. Und hier kommt der Knackpunkt. Synthetische Materialien sind praktisch immer auf Erdölbasis hergestellt. Und das bedeutet, dass sie absolut nicht saugfähig sind. Daher kommt es häufig vor, dass beim Durchgang von Wasserdampf durchs Material der Dampf kondensieren kann, die Faser feucht wird und die Wärme schneller ableitet, als sie sollte (Sie isoliert einfach schlechter. Feuchtes Material leitet Wärme 30-40 Mal schneller als trockenes). Daunenfüllung als natürliches Material kann jedoch Schweißfeuchtigkeit bis zu einem gewissen Grad in ihre eigene Struktur absorbieren, ohne dabei ihre Isolierfähigkeit zu verändern - tatsächlich wurde sogar nachgewiesen, dass eine geringe Feuchtigkeit die Isoliereigenschaften verbessert. Während der Nacht kann also die Feuchtigkeit effektiver verdunsten als bei synthetischen Materialien, es trocknet besser und erzeugt im Schlafsack ein angenehmes Mikroklima.

Mikroklima

Millionen und Abermillionen von Luftkammern und Falten in der Struktur der Daunenmischung sind etwas, das kein synthetisches Material nachahmen kann. Auch deshalb kann die Daunenfüllung die erwärmte Luft besser speichern und so deren Abkühlung effektiv verringern. 

Nachteile

Natürlich haben Daunen auch ihre "Nachteile". Daunenprodukte erfordern etwas mehr Pflege und sind teurer, was jedoch, wie bereits oben erwähnt, angesichts ihrer Langlebigkeit relativ ist. Von Zeit zu Zeit muss es gewaschen, richtig getrocknet und ausgeschüttelt werden. Idealerweise sollte es frei hängend oder in einer Aufbewahrungshülle gelagert werden. Aber wenn Sie das schaffen, werden Sie rasch feststellen, dass sich die Investition in Daunen auf lange Sicht deutlich auszahlt. Und Sie werden anfangen, Daunen zu vertrauen. Genau wie wir! 

Wichtige Begriffe

Füllkraft (fill power)

Die Füllkraft von Daunen gibt an, welches Volumen eine bestimmte Menge (Gewicht) der Isolierfüllung nach vollständigem ‚‚Aufbauschen‘‘ einnehmen kann. Solches Aufbauschen wird auch Loft gennant. Es wird in Kubikzoll gemessen (cubic inch = cuin). Daunen mit einer Füllkraft bis 500 cuin gehören zu den unterdurchschnittlichen, im Bereich von 500-650 cuin kann man von einem Durchschnitt sprechen. Im Bereich von 700-900 cuin kann man von einer Spitzenfüllkraft sprechen. 

Mischungsverhältnis

Die Eigenschaften der Daunenfüllung, wie z.B. Komprimierbarkeit und Lebensdauer, werden stark davon beeinflusst, in welchem Verhältnis die Daunenmischung zu den größeren Daunen gemischt ist. Je mehr Daunen, desto besser die Packbarkeit, aber desto geringer die Lebensdauer. Man kann mit Sicherheit sagen, dass das allgemein akzeptierte beste Verhältnis 90:10 ist, also 90 % Daunen und 10 % größere Daunen.

Daunenherkunft

Weltweit gibt es eine ganze Reihe von Daunenproduzenten. Als die qualitativ hochwertigsten gelten allgemein die Produzenten aus Polen und Ungarn, dicht gefolgt von Russland und der Ukraine. 

Zertifizierungen RDS und IDFL

RDS (Responsible Down Standard) ist ein Zertifikat, das garantiert, dass die Daunen aus nachhaltiger und ethischer Haltung stammen. Konkret wird sichergestellt, dass die Vögel, von denen die Daunen stammen, ein normales Alter erreichen, dass die Daunen niemals von lebenden Vögeln gewonnen werden, dass die Vögel nicht zwangsgefüttert werden (force-feeding) und dass die Vögel unter natürlichen und artgerechten Bedingungen leben.

IDFL-Zertifikat garantiert eine gleichbleibende Produktqualität ohne jegliche Schwankungen. Der Lieferant der Daunen garantiert damit die Qualität seines Produkts. 

Gans oder Ente!

Daunen, egal ob von Enten oder Gänsen, sind immer noch Daunen. Sowohl Enten- als auch Gänsedaunen isolieren hervorragend. Es muss jedoch auch gesagt werden, welche Unterschiede zwischen ihnen bestehen. Sehr oft hört man die Meinung, dass Entendaunen schlechter sind als Gänsedaunen. Aber nichts auf der Welt ist schwarz-weiß.

Füllkraft: Die Gans ist deutlich ein größerer Vogel als die Ente. Aus diesem Grund produziert sie größere Federn mit längeren Federästen, wodurch Gänsedaunen höhere Werte der Bauschkraft (Fill Power) erreichen als Entendaunen. Heutzutage ist die Verarbeitung von Daunen jedoch so weit fortgeschritten, dass Entendaunen eine Füllkraft von bis zu 700 cuin und Gänsedaunen in Ausnahmefällen sogar 900 cuin erreichen können.

Reinheit: Aufgrund der Ernährung (Gänse fressen fast ausschließlich Gras, Enten im Grunde alles) und auch aufgrund der Tiergröße, geht man davon aus, dass Gänsedaunen sauberer sind als Entendaunen - sowohl von der Farbe als auch vom möglichen Geruch her (im Falle von Feuchtigkeit). Aber auch hier gilt wieder, dass die in professioneller Produktion gereinigten Daunen heute einen so hohen Standard haben, dass die Unterschiede minimal sind. Interessant ist jedoch die Tatsache, dass fettigere Entendaunen in manchen Fällen besser mit Feuchtigkeit umgehen können als Gänsedaunen. Daher können sie sich in manchen Fällen besser für einen "feuchten Winter" eignen.

Preis: Der letzte Unterschied ist definitiv der Preis. Da es weniger Gänse als Enten gibt, sind Gänsedaunen in der Regel teurer, und zwar um fast 30 %. Es ist keine große Wissenschaft - wenn Sie ein günstigeres Daunenprodukt möchten, müssen Sie sich oft damit abfinden, dass es mit Entendaunen gefüllt ist.

Nützliche Links

Autor: Ondra Vacek

Quelle: Archiv des Autors

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